WGH fordert für Bürger Ersatzgeld für hohe Windräder

Die Halterner Zeitung berichtet in Ihrem Artikel WGH: "Wo bleibt das Ersatzgeld für hohe Windräder?" aus Ihrer Ausgabe vom 24.02.2016:

Windräder greifen zunehmend in Halterns Landschaftsbild ein, kritisiert die Wählergemeinschaft Haltern. Sie will nun im nächsten Aus­schuss Stadtentwicklung und Umwelt am 16. März von der Verwaltung darüber informiert werden, ob entsprechend dem Windenergie-Erlass Ersatzgelder ermittelt und geflossen sind.

Der Windenergieerlass macht Vorgaben zur Landschaftsbildbewertung und Ersatzgeld-Ermittlung bei Eingriffen in das Landschaftsbild durch den Bau von Windrädern. "Große Anlagen verschandeln im Empfinden der meisten Menschen das bekannte Landschaftsbild", sagte auf Nachfrage Peter Schütz, Pressesprecher des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV). Dieses Amt erarbeitet zurzeit eine Bewertung des Landschaftsbildes für die gesamte Fläche des Landes NRW. Nur das Gebiet des Kommunalverbandes Ruhr - dazu gehört Haltern - ist noch weiß.

In den meisten Fällen sei Ersatzgeld zu leisten, weil der Eingriff nicht kaschiert werden könne, so Schütz. Die Schwere des Eingriffs bestimme die Höhe, die der Windrad-Betreiber zu zahlen habe. Georg Bockey, Sprecher der Stadt, stellt klar: "Zuständig für ein solches Verfahren ist die Untere Landschaftsbehörde des Kreises." Die Kompensation-ob in Form von Ersatzgeld oder durch Neuanpflanzungen - werde im Rahmen des immissionsschutzrechtlichen Verfahrens beim Kreis geregelt. "Das Geld fließt nicht in die Kommunen, sondern wird für die Aufwertung der Landschaft eingesetzt", erklärte Jochem Manz, Sprecher des Kreises.

"Ein Desaster"

„Die wenig transparenten Genehmigungsverfahren haben bisher nicht dazu beigetragen, diese Zahlungen offen zu legen", ärgern sich Ludwig Deitermann und Dr. Heinz-Werner Vißmann von der WGH. Der Bürger habe ein Anrecht darauf, zu erfahren, wie die Gelder konkret eingesetzt würden.

Grundsätzlich sieht die WGH die Genehmigungsverfahren für Windräder als ein demokratisches Desaster an: "Die Bürger gehen als große Verlierer hervor. Wie kann es sein, dass Einzelne gegen einen großen Anteil der Mitbürger über unser Stadtbild bestimmen?“

Update: Der vollständige Zeitungsartikel der Halterner Zeitung vom 24.02.2017:

Kudos für den Zeitungsartikel geht an die WGH.