Pressemitteilung zum Eilantrag

Zur Unterrichtung der Presse wird mitgeteilt, dass gegen den vom Kreis Recklinghausen genehmigten und aus insgesamt neun jeweils ca. 200 m hohen Windenergieanlagen (WEA) bestehenden Windpark in Haltern-Lavesum/ Sythen inzwischen zwei auf Baustopp ausgerichtete Eilverfahren beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen anhängig gemacht worden sind.

Das erste Eilverfahren richtet sich wegen zu befürchtenden Schattenwurfs und nächtlicher Licht­ sowie wegen permanenter Lärmimmissionen (Infraschall!), und wegen einer fehlerhaften Vorprüfung für die nicht für erforderlich gehaltene, wohl aber geforderte Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) gegen alle neun genehmigten WEA. Dieses Verfahren wird für einen Bürger geführt, der in Haltern-Lavesum über ein Wohnhausgrundstück verfügt und dort auch selbst wohnt. Dieser ist auch stellvertretend für die dort aktive „Interessengemeinschaft Haltern am Gegenwind“ ins Rennen gegangen.

Das zweite Eilverfahren wird für den Landesverband des Umweltschutzverbandes BUND geführt und betrifft allein die nördlich der Landesstraße L 652 gelegene WEA mit der Kurzbezeichnung „A1“ die von dem dort ansässigen Unternehmen „Windenergie Haltern am See GmbH & Co. KG“ betrieben werden soll. Speziell in Bezug auf diese Anlage sieht der BUND zahlreiche Verletzungen umwelt- und naturschutzrechtlicher Vorschriften. Insbesondere wird eine Verletzung verbindlicher Vorgaben des Vogelschutzes hinsichtlich mehrerer Vogelarten moniert und ein zu geringer Abstand zum nahegelegenen Naturschutzgebiet der „WASAG-Moore“ als nicht tolerierbar angesehen. Außerdem wird für diese WEA wie für den gesamten Windpark das Unterbleiben einer UVP als eklatant verfahrensfehlerhaft gerügt.