Pressemitteilung: Stellungnahme der Interessengemeinschaft Haltern am Gegenwind

Im Namen der Interessengemeinschaft Haltern am Gegenwind nehmen wir Stellung zum Artikel "Jede klare Regelung ist gut" erschienen in der Halterner Zeitung vom 09.04.2016:

Mit dem Artikel „Jede klare Regelung ist gut“, verteidigt einer der Investoren zum x’ten Mal sein finanzielles Engagement in dieses mehr als strittige Projekt, dem mittlerweile ein gerichtliches Eilverfahren zum Baustopp des gesamten Windparks anhängt.

Das „gebetsmühlenartige Aufführen“ von Argumenten wie „die Wertschöpfung bleibt in der Region“ oder die Investitionen der Energiegenossen aufzuführen, die gerade einmal 1% der Halterner Bevölkerung ausmachen, lenkt den aufmerksamen Leser sicherlich nicht von den eigentlichen Gründen ab, hier persönliche Profite mit diesen Windindustrieanlagen erwirtschaften zu wollen. Und dies so schnell wie möglich! Noch nicht einmal wurden die Widerspruchsfristen abgewartet.

Sich nun zu beschweren, dass es keine klaren rechtlichen Regelungen gibt, ist eine logische Konsequenz, wenn eigene Investitionen in Gefahr geraten. Mehrmals wurde auch dieses konkrete Projekt in Lavesum/ Sythen in einem Satz mit dem Reaktorunfall in Fukushima erwähnt, was vollkommen das Thema verfehlt. Einen völlig ungeeigneten Standort für Windenergie als einzige Alternative für die Energiewende ins Feld zu führen ist kaum zielführend.

Die Interessengemeinschaft Haltern am Gegenwind setzt sich gegen dieses Projekt mit 9 industriellen Windenergieanlagen ein, weil genau der rechtliche Rahmen zum Schutz des Bürgers nicht eingehalten wurde, und hat deshalb einen Eilantrag zum sofortigen Baustopp gestellt. Der BUND sieht Teile dieses Projektes ebenfalls als rechtswidrig an und hat gleiche rechtliche Schritte eingeleitet.

Wir fordern die Halterner Bevölkerung auf, sich in diese Diskussionen aktiv einzubringen, damit die Meinung zur Windenergie nicht zur einseitigen Sache wird.