Infraschall jeder WEA erfordert den größtmögliche Abstand zur Wohnbebauung

Mitautor und Experte, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Detlef Krahé von der Bergischen Universität Wuppertal stellt in der „Machbarkeitsstudie zu Wirkungen von Infraschall - Entwicklung von Untersuchungsdesigns für die Ermittlung der Auswirkungen von Infraschall auf den Menschen durch unterschiedliche Quellen“ für das Umweltbundesamt zum Thema Infraschall fest:

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass viele der negativen Auswirkungen von Infraschalleinwirkungen die Bereiche Herz-Kreislaufsystem, Konzentration und Reaktionszeit, Gleichgewichtsorgane, das Nervensystem und die auditiven Sinnesorgane betreffen.

So rät bereits heute das Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung im “Faktenpapier Windenergie und Infraschall” für den Abstand zwischen Windenergieanlagen und Wohnbebauung

Nach Ansicht von Herrn Prof. Krahé sollten die Forschungen auch genutzt werden, um technische Maßnahmen zu entwickeln, mit denen die Emissionen tiefer Frequenzen von Windenergieanlagen gemindert werden können. Bis hierzu Ergebnisse vorliegen sowie mehr Erkenntnisse zu Wirkungen von Geräuschen bekannt sind, die von Windenergieanlagen ausgehen, empfiehlt Herr Prof. Krahé, diese nur in einem größtmöglichen Abstand zur Wohnbebauung zu errichten.

Das Bundesland Bayern hat bereits im Jahr 2014 die 10H Regelung eingeführt. Die 10H Regelung fordert:

Windenergieanlagen müssen einen Mindestabstand vom 10-fachen ihrer Höhe zu Wohngebäuden in Gebieten mit Bebauungsplänen, innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile und im Geltungsbereich von Satzungen nach § 35 Abs. 6 BauGB einhalten

Die 10H Regelung wurde durch die Länderöffnungsklausel vom 01.08.2014 in § 249 Abs. 3 BauGB ermöglicht.