Hintergrund zum Widerspruch

Die Interessengemeinschaft Haltern am Gegenwind stellt fest, dass der gewählte Standort für die in räumlich engem Zusammenhang stehenden 9 Windenergieanlagen (WEA) vollkommen ungeeignet ist:

  • Es gibt keine diesem Windpark angemessene Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) Vorprüfung sowie Fehler im Screening

  • Der Artenschutz wird in keiner Weise angemessen berücksichtigt

  • Ein Naherholungsgebiet wird erheblich belastet und irreversibel nachteilig verändert

  • Der Windpark erzeugt Schattenwurf-Emissionen deren Werte über den gesetzlichen Grenzen liegen und nur durch intransparente Regelungen eingehalten werden sollen

  • Das Gebiet ist bereits durch die Autobahn schalltechnisch (nachts bis zu 60 dB) erheblich vorbelastet. Mit dem Windpark einsteht für die Menschen eine zusätzlich Schallquelle, die teilweise schon isoliert betrachtet über den zulässigen Werten liegt. Hinzu kommt, dass keine Messungen vorgesehen sind, die die kumulierende Wirkungen des Windparks berücksichtigen

  • Trotz nachweislicher gesundheitlicher Gefährdungen findet der Infraschall/ niederfrequente Schall keinerlei Bedeutung

  • Die angewandten technischen Regelwerke sind für diese Anlagengrößen nicht geeignet, um den grundrechtlichen Schutzverpflichtungen Rechnung zu tragen

  • Die aktuell juristische Definition zur Feststellung einer optisch bedrängenden Wirkung ist für diesen Windpark in dieser Konzentration nicht anwendbar

  • Die Konzentrationszone wurde in willkürlicher Art und Weise laufend verändert und gab somit dem Bürger keinerlei geeignete Transparenz über die Auswirkungen des Vorhabens

  • Die Informationspolitik für betroffene Anwohner zu diesem Windpark wurde nur auf eine selektive Anwohnergruppe beschränkt

  • Die erteilten Genehmigungen basieren auf einem nicht rechtsgültigen Flächennutzungsplan