Halterner Zeitung vom 25.05.2016

Im August 2015 wurde bereits im öffentlich Widerspruch„Anregungen und Bedenken zur Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 129 der Stadt Haltern am See Windpark Haltern“ der Tod des Uhu-Brutpaars kritisch hinterfragt:

Da ein gewaltsamer Tod nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden kann [...]

Die Halterner Zeitung berichtete über den Tod der beiden Tiere in Ihrem Artikel "Experten rätseln über Uhu-Tod in der Windvorrangzone Lavesum" vom 06.04.2013.

Im Jahr 2012 stand noch der Brutplatz des Uhu dem Windpark Haltern Lavesum/ Sythen im Weg. So wurde im Artenschutzrechtlichem Fachbeitrag der ecoda festgestellt:

Im Verlauf von Erhebungen im Jahr 2012 ergaben sich sichere Hinweise auf einen genutzten Brutplatz des Uhus in einem Waldgebiet südwestlich einer Sandgrube, die im näheren Umfeld des B-Plangebietes betrieben wird. Mit einigen Baufenstern für Windenergieanlagen wird der Abstand von 1.000 m zum Brutplatz dieser WEA-empfindlich Art unterschritten.

Somit war bekannt, dass der Uhu den Interessen der Investoren im Weg stand.

Dies wurde in der Bekanntmachung der Stadt Haltern „Bauleitplanverfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 129 der Stadt Haltern am See Windpark Haltern“ am 13.07.2015 ebenfalls festgestellt.

Das in 2012 nachgewiesene Revier wurde nach dem Tod der Reviertiere im Frühjahr 2013 bislang nicht wiederbesetzt. Somit war der Brutplatz des Uhus (Horst in 2012, Sandgrube in den Vorjahren) artenschutzrechtlich nicht prüfrelevant.

Für die Investoren sicherlich ein günstiger Umstand um das Verfahren zu beschleunigen.

Die Halterner Zeitung berichtet online über Ihren Artikel “Natur erobert sich Wasag-Gelände zurück“ aus Ihrer Ausgabe vom 25.05.2016:

Vor ein paar Jahren seien Uhus in der Region noch sehr selten gewesen, berichtete Rolf Behlert der Redaktion. Glücklicherweise habe sich der Bestand der bedrohten Art aber mittlerweile erholt.

Wir hoffen, dass Herr Behlert Recht behält, denn die Zone in der sich der Uhu ausbreitet, wird von Menschenhand anderweitig beansprucht. Auf Rechtssicherheit kann der Uhu leider bisher nicht hoffen.

Die Interessengemeinschaft Haltern am Gegenwind befürchtet, dass sich die Ereignisse aus dem Jahr 2012 leider wiederholen werden.

Kudos für die Header-Grafik gehen an Protector 66, eigenes Werk, CC BY-SA 3.0.