Halterner Zeitung vom 25.03.2017, Leserbrief

Der Leser Detlev Berkels nimmt Stellung zum Aritkel "Stadt wehrt sich: Wir verweigern uns nicht" der Halterner Zeitung in der Ausgabe vom 22.03.2017:

Untätigkeit zieht Windmüller an

Die Stellungnahmen weisen aus meiner Sicht einige Ungereimtheiten auf.

Wenn die übergeordneten Stellen doch erst noch entwickeln müssen, warum werden dann jetzt schon Fakten geschaffen und eine Anlage nach der anderen genehmigt? Einzig nachvollziehbar wäre, wenn bis zur Fertigstellung der übergeordneten Pläne keine Anlage mehr genehmigt würde.

Es dürfte bekannt sein, dass in Haltern Anlagen mit nur rund 400 Metern (und weniger) Abstand zur nächsten Wohnbebauung errichtet wurden. Realität ist aber auch, dass diese monumentalen, zukünftig bis zu 220 Meter hohen Landmarken, schon jetzt für jedermann kilometerweit sichtbar sind. Damit wird die einst so reizvolle „Skyline“ unserer Stadt sicher nicht aufgewertet. Wie hoch und zahlreich die angeblichen Hürden für die Errichtung dieser Anlagen sind, erkennt man allein schon an den Standorten an denen diese errichtet wurden beziehungsweise werden. Wenn schon unsere Wälder mit ihrem unbestrittenen Nutzen für Flora und Fauna nicht mehr schützenswert sind, was dann noch? Für diesen unsäglichen Wildwuchs gibt es anscheinend kaum noch ein Tabu.

Eines scheint jedoch gewiss. Je weniger gehandelt und geregelt wird, desto größer ist die Anziehungskraft für weitere „Windmüller“.