Halterner Zeitung vom 24.03.2017, Leserbrief

Die Leserin Agnes von Kopp-Colomb nimmt Stellung zum Thema Windräder in der Ausgabe der Halterner Zeitung vom 24.03.2017:

Das ist schlichtweg Ausbeutung

Die vielen Leserbriefe zeigen deutlich, dass die zum Teil irrwitzige Energiepolitik (z.B. Gas- und Benzingewinnung aus Lebensmitteln) mit den ungeliebten Windrädern in die falsche Richtung geht. Über die Umweltbelastungen für Mensch und Tier ist schon viel geschrieben worden. Da stellt sich die Frage: Was hinterlassen wir mit all der Profitgier unseren Kindern und Enkeln?

Einen Aspekt möchte ich noch anführen. Beim Blick auf unsere Stromrechnung sehen wir, dass wir nur ein Drittel der Summe für den Strom zahlen, zwei Drittel gehen in die öffentlich rechtlichen Umlagen und Steuern. Einige Menschen verdienen viel Geld mit Windrädern auf Kosten derer, die die hohen Rechnungen bezahlen dürfen, ohne dass sie dahinter stehen. Dagegen kann man mit Energiesparen im eigenen Haushalt gar nicht ankommen. Das ist schlichtweg Ausbeutung!

Hauseigentum in der Nähe eines Windrades verliert an Wert und jede neue Anlage erhöht unsere Kostenbelastung und das fatale Aussehen der Halterner Umgebung. Die Zukunft als Ausflugs-, Ferien- und Wohngebiet wird damit geopfert.

Eine Anmerkung noch zu der laufenden Diskussion: Zu einer Demokratie gehört die Sachauseinandersetzung, in der abweichende Meinungen nicht als polemisch oder rechts oder links abgetan werden dürfen. Die Abqualifizierung eines Gegners ist undemokratisch (vom feinsten).