Halterner Zeitung vom 22.03.2017, Stellungnahme

Die Interessengemeinschaft Haltern am Gegenwind vertreten durch Franz-Josef Schmidt nimmt Stellung zu dem Artikel "Am runden Tisch 'windige' Fragen klären” aus der Ausgabe der Halterner Zeitung vom 18.03.2017:

Verantwortliche der Stadt verstecken sich

Wir waren unter den zahlreichen Zuhörern in der städtischen Sitzung, da wir uns für die Anträge zur Windenergie interessierten.

Im Ergebnis zeigte sich ein sehr ernüchterndes Bild:

Egal um welche Frage es sich zum Thema drehte, versteckten sich die Verantwortlichen der Stadt mal hinter der NRW-Regierung, dann hinter dem RVR und besonders gerne hinter dem Kreis Recklinghausen.

Irgendeine Eigeninitiative um die Geschicke zum Wohl von Haltern zu lenken, war leider Fehlanzeige! Vollkommen desaströs wurde es aber, als es um die Frage des Ersatzgeldes für die bereits errichteten WEA ging (Quasi ein gesetzliche festgelegtes „Strafgeld“ für Investoren für die irreparable Landschaftszerstörung). Die Frage war einfach: Wie, wann und wohin die ca. 1 Mio. € Ersatzgelder geflossen sind (u.a. die 9 WEA in Lavesum) bzw. welche Maßnahmen stattgefunden haben?
Als hätte man es voraussehen können…prompt wurde wieder auf die Zuständigkeit des Kreis Recklinghausen verwiesen!

Liebe Verantwortlichen: Es kann nicht Ihr Ernst sein solche wesentliche Punkte nicht aufklären zu wollen, zu kontrollieren oder gar einzufordern!

Zum Ende unternahm der Vorsitzende noch den hilflosen Versuch den Fragenden der Polemik zu beschuldigen, um die Debatte über weitere WEA-Themen möglichst schnell zu beenden. Das machte leider das schlimme Bild komplett.

Mit Spannung erwarten wir nun die Abstimmung im Rat am 23.03.2017 über die Planung von Konzentrationszonen. Seitens der Stadt ist aktuell keine andere Richtung als die des „Zuschauers“ bei Windkraft zu erwarten. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und wir setzen nun auf die Weitsicht der befürwortenden Parteien.
Schon jetzt können Sie auf der Homepage der Interessengemeinschaft Haltern am Gegenwind die aus unserer Sicht wahren Antworten auf die von der Stadt aufgestellten Fragen nachlesen.