Halterner Zeitung vom 04.03.2017, Leserbriefe

Die Leser Robert und Barbara Schild nehmen Stellung zum Thema Windräder in der Ausgabe der Halterner Zeitung vom 04.03.2017:

Einzelne entscheiden über Belastung

Hullern ein Bauernopfer? Es mag ja sein, dass die Windräder in Lippramsdorf niemanden stören. Gut wenn es so ist, dann scheinen sie ja am richtigen Platz zu stehen. Es mag ja noch viele gute Standorte geben, an denen es Sinn macht, mit Windenergie unseren Klimawandel positiv zu beeinflussen.

Leider werden wir trotz aller Aktionen in Hullern gegen die Windkraftanlagen (WKA) in direkter Nähe zum Dorf wohl in Zukunft mit ihnen leben müssen. Wie kann es sein, dass einzelne Personen über eine jahrelange Belastung vieler Mitmenschen entscheiden? In diesem Fall geht die Planung voll an den Ängsten und Bedürfnissen fast aller Bewohner vorbei.

Hier wird eine ganze Ortschaft durch den nahen Bau der WKA auf Dauer in seiner Entwicklung und Strukturverbesserung blockiert. Hullern kann sich nur in Richtung der geplanten WKA erweitern.

Wer haftet für die Wertverringerung der Grundstücke und Immobilien, die von den Auswirkungen der Windräder betroffen sind?

Wie kann es sein, dass für eine Maßnahme kontinuierlich Fördermittel vergeben werden, auch wenn die erzeugte Energie kaum ihrem eigentlichen Zweck zugeführt werden kann. Fehlende Leitungen und Speichermöglichkeiten erwecken den Eindruck, dass der zweite Schritt vor dem ersten gemacht wurde.

Bezahlen müssen dieses alle. Das erzeugt Frust und Ärger, der sich nicht zuletzt gegen die richtet, die ihr Land dafür zur Verfügung stellen und kräftig abkassieren.

In der Aktuellen Stunde des WDR Dortmund wurde deutlich, dass unser Bürgermeister sich nicht für eine erneute Ausschreibung von Windvorrangzonen einsetzt. Somit wird unsere ehemals schöne Stadt weiter verspargelt. Außerdem fragen wir uns, was die Äußerung von Herrn Dahlhaus sollte, dass sich die Hullerner an den WKA beteiligen können?

Die meisten Hullerner wollen diese Windräder nicht und auch nicht daran verdienen! Doch leider gilt auch hier: Geld regiert die Welt!

Der Leser Jürgen Huth nimmt Stellung zum Thema Windräder der Halterner Zeitung in der Ausgabe vom 04.03.2017:

Die neue Zeit ist in Haltern angebrochen

Haltern lag mal schön. Nun ist die münsterländische Parklandschaft zur Windparklandschaft mutiert. Alles huldigt dem Wendegott. Der spricht: Die neue Zeit ist angebrochen. Die Ewiggestrigen haben zu schweigen. Der Schönheit wird das Hälschen durchgeschnitten.