Halterner Zeitung vom 03.03.2017

Die Interessengemeinschaft Haltern am Gegenwind vertreten durch Franz-Josef Schmidt nimmt Stellung zu den Leserbriefen „Lieber Windräder als Atomkraft“ und „Ich fühle mich nicht als Verliererin“ aus der Ausgabe dear Halterner Zeitung vom 28.02.2017:

Endlich entsteht eine Diskussion zur Windkraft

Endlich entsteht eine Diskussion zum weiteren Windenergie-Anlagen-Ausbau! Viele stehen diesem kritisch gegenüber, andere stört dies nicht. Es ist gut, dass Sie Frau Wesseler keine gesundheitlichen Probleme mit Windenergieanlagen haben. Leider kenne ich gegenteilige Fälle in Haltern. Eine reine „schwarz-weiß Betrachtung“ bringt jedoch nichts. Als bestünde die einzige Alternative zu noch mehr Anlagen in Haltern die Atomenergie und argumentativ verstärkt durch ein Damoklesschwert maroder ausländischer Meiler.

Fakt ist, dass Deutschland noch so viele Windenergieanlagen aufbauen kann, aber trotzdem nicht ohne andere Energieformen auskommt. Ich empfehle zwei Berichte (Borkener Zeitung 27.02.2017 Teurer als alle Kohlesubventionen) und (Focus online 28.02.2017 Geheimplan für den Blackout).

Haltern heilt diese Probleme definitiv nicht und es gilt nun den Wildwuchs umgehend zu stoppen. Es kann nicht sein, dass jeder privilegierte Landbesitzer selbst entscheidet, ob, wo und in welcher Höhe eine Windenergieanlage errichtet wird. So ist Tür und Tor für ein rein profitgesteuertes Handeln geöffnet.

Auch ist es falsch - wie Herr Klimpel Montag im WDR ausgeführt hat - sich alleinig auf den Kreis Recklinghaus zu verlassen. Hier verweise ich auf die erheblichen Fehler bei der Genehmigung des Windparks Lavesum.

Aus diesen Gründen muss Haltern wieder die Planungshoheit zurückerhalten. Hierüber wird in der Sitzung am 16.03.2017 beraten.

Sollte diese letzte Chance von unseren Bürgervertretern nicht ergriffen werden, gibt es zum Glück noch das demokratische Mittel des Bürgerentscheides. Die Halterner können dann selbst über die Weichenstellung in dieser Sache entscheiden.